Sonntag, 31. Dezember 2006

von Bolivien nach Chile


.... die Busfahrt nach Uyuni war die Hoelle. Wir befuhren keine Strasse sondern ein Waschbrett. Also an Schlaf war nicht zu denken. Irgendwie hatte ich auch nicht genuegend Durst auf Wein, so dass nur eine der zwei Flaschen verzehrt werden konnte.



Es gab auch Steh- und Sitzplaetze im Gang, man half sich mit Coca und Tomaten. Ueberreste befanden sich dann am Busboden.

Da wir um 4.00 Uhr frueh in Uyuni angekommen sind, durften wir noch bis sechs im Bus schlafen - was mir wieder nicht gelang. Danach machten wir uns auf die Suche nach einem Tourveranstalter, dies immernoch in Begleitung der drei brasilianischen Reisenden. Gebucht wurde dann ein Fahrer der uns durch Salzwueste (Salar de Uyuni) und Lagunenlandschaft bis hin zur chilenischen Grenze (nahe San Pedro de Atacama) bringen sollte (6 Leute - ein Schweizer, drei Brasil., wir).
Gebucht - bezahlt - ab zum Fruehstueck. Irgendwie verspuehrte ich keinen grossen Appetit. Ich schlussfolgerte messerscharf. Zu viel Wein (Ha, ein halbes Flaeschchen.. vielleicht die Hoehe?). Die einzig verwirrende Tatsache waren fehlende Kopfschmerzen.
Wie sich herausstellte, eine komplette Fehlanalyse. Gegen 10.30 Uhr solllte unsere Reise beginnen. Allerdings waren Strom- und Wasserversorgung in dem kleinen Wuestenort zusammengebrochen, womit das Betanken der Autos manuell durchgefuehrt werden musste. Dies beanspruchte etwas mehr Zeit und wir warteten etwas laenger. Und waerend wir so warteten, ueberkam mich das dringende Beduerfnis, eine kleine Unterhaltung mit der Strasse zu fuehren. Spontane Proteinallergie - vorn und hinten. Diese zog sich dann so 3 bis vier Tage hin. Der erste Tag war der schlimmste. Ich war dermassen schwach, dass ich nur mit Muehe ein paar ordentliche Fotos ausserhalb des Jeeps machen konnte - mit Traubenzuckerdoping gings dann.

Die Tour war trotz allem sehr schoen. Herrlichste Landschaften, angefangen mit dem schier endlosen Salzsee, bis hin zu Lagunen mit Flamingos, Vicuñas (Wildlamas) und wunderschoenen Bergpanoramen sowie Thermalquellen und Geysiren. Uebernachtet wurde in relativ einfachen Unterkuenften.



Fuer Leute mit Staubaversionen ist die Tour nicht zu empfehlen. Die Kameraausruestung hat auch etwas gelitten. All das fand in etwa 4000 m Hoehe statt, was sich dank unserer guten Aklimatisation kaum zu spueren war. Am Ende wurden wir dann in der Wueste ausgesetzt. Sprich San Pedro de Atacama, Chile.
2000m tiefer (alle Flaschen beulten sich nach innen) und mui turistico - also halbe Hoehe und doppelt so teuer. Hier verbrachten wir den restlichen (dritten) Tag bei einer Bullenhitze. Ich konnte gluecklicherweise wieder feste und fluessige Nahrung konsumieren. Bei Katja waren allerdings erste Symtome einer Magenverstimmung zu erkennen. Dies lag eventuell an dem Kartoffelsalat welchen ich verschmaehte, vielleicht auch nicht.
Der chilenische Bus am Abend war dann prinzipiell ganz gut. Schoene Sitze zum Schlafen, Toilette, saubere Menschen. Die Luft war trotzdem schlecht und heiss. Das Klo funktionierte nicht ordnungsgemaess, statt mit Wasser wurde mit Kloake gespuehlt und somit verbreiteten sich unangenehme Gerueche, welche mit grossen Mengen chilenischen Duftsprays (wird bei uns als Insektizid verwendet) uebertuencht wurden. Dies hatte gluecklicherweise narkotische Wirkung auf alles Leben im Passagierbereich (auch auf mich!!). Nur Katjas Verdauungssystem war davon ausgeschlossen.
Hier in Iquique werden wir Silvester verbringen und uns bei Strand, Sonne und ordentlichen hygienischen Verhaeltnissen erholen.






Guten Rutsch und ein gesundes Neues Jahr wuenschen Katja und Christian

2 Comments:

At 31 Dezember, 2006 18:04, Anonymous Anonym said...

Meine Lieben, ich wünsche Euch einen guten Rutsch und ein gesundes neues Jahr, viel Optimismus und etwas mehr Beschaulichkeit auf eurer abenteuerlichen Reise, alles Gute wünscht euch Mutti. Oma ( Mehlsdorf ) lässt auch grüßen und Katja möchte bitte ein Lama mitbringen, sagt Walter.

 
At 02 Januar, 2007 23:39, Anonymous Anonym said...

Tja.. wenn auch etwas verspaetet wuensche ich aus zueri fuers naechste jahr alles gute (job, reisen, wohnung, nachbarn, gesundheut, bla..)
Ich habe mit Ralf (ihr wisst welchen ich meine?), 14 thüringern (nein, keine bratwuerste), einem schotten, einer russin und ca. 10 italienern hier in ZH gefeiert. Mein nachbar war so nett nicht zu klingeln.. oder wir haben ihn einfach nicht gehoert. Es ware jedenfalls mal was anders als sonst im kleinen kreis (bis 10 leut :)

Könnt ihr mir eigentlich en gescheiten grund nennen, warum leute in die welt duesen und das, obwohl sie jedes mal probleme mit essen und verdauung haben? Ich war noch nie wirklich weit weg, aber da vergeht einem schon die lust. Euch aber auf alle faelle gute besserung und wirklich entspannte tage.

grussli aus zueri

 

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